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Historie

Infraserv Höchst und der Industriepark Höchst, eine Unternehmensgeschichte mit Tradition

Dauerausstellung Zeitstreifen im Foyer Gebäude C 820, Besucherempfang Tor Ost
Öffnungszeiten: Montag - Donnerstag, 7.00 - 16.30 Uhr, Freitag, 7.00 - 15 Uhr

Zeitstreifen online: Eine Dokumentation zur Industriegeschichte

2010

In diesem Jahr ist der Bau einer neuen Gasturbinenanlage geplant, die aus zwei Gasturbinen mit jeweils 45 Megawatt elektrischer Leistung besteht. 70 Millionen Euro investiert Infraserv Höchst hiermit in die weitere Optimierung der Energieversorgung im Industriepark Höchst.

Des Weiteren soll für fünf Millionen Euro eine der modernsten und technisch anspruchsvollsten Bioerdgas-Aufbereitungsanlagen in ganz Deutschland entstehen. Ein weiterer Beitrag zum praktizierten Klimaschutz. Das Energieversorgungsunternehmen Mainova wird das aufbereitete Bioerdgas in das öffentliche Versorgungsnetz einspeisen.

2009

Eine neue Medienbrücke zur Versorgung der Produktionsanlagen im Südteil des Industrieparks mit Dampf oder verschiedenen Rohstoffen wird von Infraserv Höchst errichtet.

Am westlichen Rand des Industrieparks Höchst entsteht eine neue, farbig gestaltete Schallschutzwand, die den Lärmschutz deutlich verbessert.

Der italienische Industriegase-Konzern SOL investiert 20 Millionen Euro in den Bau einer Produktionsanlage zur Verflüssigung technischer Gase im Industriepark Höchst. Infraserv Höchst übernimmt das Management und den Betrieb der Anlage.

2008

Der Bau der Ersatzbrennstoff-Anlage beginnt. Im südlichen Teil des Industrie-Areals entsteht für rund 44 Millionen Euro ein hochmodernes Logistik Center. Mit rund 70.000 Palettenlagerplätzen ist das Neue Logistik Center im Industriepark Höchst das größte Lager für chemische Produkte in Hessen.

In diesem Jahr investieren die rund 90 Standortgesellschaften mehr als 602 Millionen Euro im Industriepark Höchst.

2007

Infraserv Höchst plant den Bau einer Ersatzbrennstoff-Anlage mit einer Jahreskapazität von 675.000 Tonnen. Sie soll 70 Megawatt elektrische Leistung bzw. 250 Tonnen Dampf pro Stunde erzeugen und die Energieversorgung der Standortunternehmen zu international wettbewerbsfähigen und attraktiven Konditionen sicherstellen. Mit einem Projektbudget von rund 300 Millionen Euro handelt es sich um die größte Einzelinvestition, die bisher im Industriepark Höchst getätigt wurde.

2006

Infraserv Höchst engagiert sich weiter für die Nutzung umweltschonender und erneuerbarer Energien: Eröffnung einer Wasserstoff-Tankstelle am Industriepark Höchst im Rahmen des EU-Projektes „Zero Regio“ und Bau einer Co-Fermentationsanlage zur Erzeugung von Biogas aus Klärschlämmen und organischen Abfällen.

Der Industriepark Höchst beteiligt sich mit den Unternehmen Clariant, sanofi-aventis und Infraserv Höchst an der bundesweiten Veranstaltungsreihe "365 Orte im Land der Ideen".
Der Industriepark ist nun einer der 365 Orte, die in diesem Jahr mit ihren Aktivitäten ein Beispiel geben für die Innovationskraft und den Ideenreichtum Deutschlands.

2005

Die Unternehmen im Industriepark investierten im Jahr 2005 über 340 Millionen Euro am Standort. U. a. entstanden eine Biodieselproduktionsanlage, eine Pharmawassererzeugeranlage und ein Biozentrum für Medikamente. Das Biozentrum mit seiner hochmodernen Technologie bildet die Brücke zwischen innovativer Forschung und effizienter Produktion und ist damit ein wichtiger Baustein für die Zukunftssicherung des Standorts Industriepark Höchst.

2004

Der Trimodalport am südlichen Mainufer des Industriepark Frankfurt-Höchst wird fertiggestellt. Durch ihn werden die Verkehrsträger Wasser, Schiene und Straße ("trimodal") miteinander verknüpft.
Ausserdem entsteht die private Provadis Hochschule: "School of International Management and Technology".
An der östlichen Peripherie des Industrieparks wird ein Büro- und Funktionsgebäude errichtet, das aufgrund seiner ungewöhnlichen Form den Namen "Schiff auf Stelzen" erhält. Das topmoderne Gebäude vereint architektonische Raffinesse und Wirtschaftlichkeit durch innovative Technik.

2003


Aventis, heute sanofi aventis, investiert einen dreistelligen Millionenbetrag in den Bau einer neuen Insulinanlage.

2001

Die von den Unternehmen im Industriepark Frankfurt-Höchst investierte Rekordsumme von rund 450 Millionen Euro lässt den Standort weiter wachsen. Unter anderem errichtet Infraserv Höchst ein neues Mehrzwecklaborgebäude und ein neunstöckiges Bürogebäude im Süden.

2000

Infraserv richtet sich in einer neuen, prozess- und kundenorientierten Struktur aus und strebt die Branchenführerschaft als integraler Standortbetreiber an.

1998

Aus dem Werksgelände wird ein moderner Industriepark, exzellent erschlossen und mit Raum für neue Nutzer.

1997

Öffnung des ehemaligen Werksgeländes für konzernfremde Unternehmen.
Gründung der Infraserv GmbH & Co. Höchst KG, die aus den Standortservices des ehemaligen Stammwerks hervorgeht.

1994

"Aufbruch '94": Beginn des Umbaus der Hoechst AG und Einführung einer neuen Organisationsstruktur.

80er Jahre

Pionierarbeiten im Bereich der Gentechnologie. Produktionsverfahren für gentechnisches Humaninsulin.

60er/70er Jahre

Auf- und Ausbau des Forschungszentrums im Süden des Industrieparks, Erschließung durch zwei werkseigene Main-Brücken.

60er Jahre

Pionierarbeiten im Umweltschutz: 1965 wird die erste biologische Großkläranlage Europas für industrielle Abwässer in Betrieb genommen.

50er Jahre

Pionierarbeiten für Kunststoffe und Synthesefasern, insbesondere das Niederdruckpolyethylen Hostalen und die Polyesterfasern Trevira. Orale Antidiabetika werden entwickelt.

1939

Durch den Mangel an Arbeitskräften kommen Kriegsgefangene, Fremd- und Zwangsarbeiter aus zahlreichen Ländern Europas zum Einsatz. Etwa neuntausend von ihnen arbeiten im Werk Höchst.

30er Jahre

Erneuerung der Werksinfrastruktur und Modernisierung der Strom- und Dampfversorgung.

1923

Beginn der Insulin-Herstellung nach dem Verfahren von Banting und Best.

1919

Der Berliner Designer und Architekt Peter Behrens plant und baut das neue Technische Verwaltungsgebäude der Farbwerke Höchst. Baubeginn im Frühjahr 1920, im Juni 1924 beziehen die Ingenieure und Kaufleute die Büros. Das Gebäude gilt als herausragendes Beispiel expressionistischer Architektur.

1910

Großtechnische Herstellung des von Paul Ehrlich entdeckten Salvarsan. Mit diesem Heilmittel gegen die Syphilis beginnt die moderne Chemotherapie.

1894

Mit dem Diphtherie-Heilserum, von Emil von Behring entwickelt, beginnt die Produktion immunbiologischer Wirkstoffe und der erfolgreiche Kampf gegen die Diphtherie, an der damals allein in Deutschland jährlich etwa 50.000 Kinder starben.

1896

Tuberculocidin, ein Tuberkolose-Diagnostikum, ist das erste Immunpräparat von Hoechst. Es gibt den Anstoß zum Aufbau einer serobakteriologischen Abteilung.

1883

Antipyrin - erstes bedeutendes industriell erzeugtes Arzneimittel - es ist fiebersenkend und schmerzlindernd.

1869

Großtechnisches Verfahren zur Synthese des Alizarins, des roten Farbstoffs aus der Krapp-Wurzel - berühmt durch die Uniformhosen der französischen Armee.

1863

Carl Meister, Eugen Lucius und Ludwig Müller gründen in Höchst am Main eine Fabrik zur Herstellung von Teerfarbstoffen. Der Chemiker Adolf Brüning, ab 1865 Teilhaber, fünf Arbeiter und ein Kontorist bilden die erste Belegschaft. Das erste Produkt ist Fuchsin, ein rotvioletter Farbstoff, der dem Unternehmen den Namen "Rotfabrik" einträgt.